In Australien leben einige der giftigsten Tiere der Erde, neben Schlangen sind dies vor allem Spinnen. Notrufnummern von Kammerjägern und Spinnenfängern haben die meisten Australier griffbereit, denn in den letzten Jahren hat ihre Präsenz in menschlichen Siedlungsgebieten stark zugenommen. Australier führen hierfür Klimaveränderungen als Grund an, die in einigen Regionen zunehmende Trockenheit, an der Ostküste aber mehr Feuchtigkeit und längere Regenzeiten brachten.
Trichternetzspinnen z.B. bevölkern die Erde schon seit 80 Millionen Jahren. Sie leben normalerweise vorwiegend in Wäldern, wo sie in ausgehöhlten Baumstämmen wohnen und kaum mit Menschen in Berührung kommen. Anders dagegen in Sydney. Die australische Metropole dehnt sich seit Jahren immer weiter aus und treibt ihre Vorstädte in die Refugien der Spinne vor. Hier müssen sich die Spinnen ihren Lebensraum mit Menschen teilen und unerwünschte Begegnungen zwischen beiden bleiben nicht aus.
Die australische „Funnel Web“ mit dem lateinischen Namen Atrax robustus ist die giftigste Spinne der Welt. Speziell die in Sydney lebende Art gilt als die gefährlichste. Greift die Spinne an und beißt zu, heißt es Ruhe zu bewahren, einen Druckverband anzulegen und den nächsten Arzt aufzusuchen.
Es ist das Nervengift Atraxotoxin, das die Kontrolle über die Muskulatur und über die Atmung lähmt. Sobald das Gift das Herz erreicht, ist eine Rettung schwierig. Jedoch: Seit 1981 besitzt jeder Arzt in Australien das passende Gegengift. Seither muss niemand mehr an einem Spinnenbiss sterben.
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