British Columbia, Canada. Ende des Sommers wiederholt sich hier Jahr für Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel, das sich schon seit Menschengedenken abspielt – der Zug der Lachse. Viele Tausend dieser Großsalmoniden, die allein hier in 5 verschieden Arten vorkommen, zieht es zur Laichablage in die Oberläufe der Flüsse, in denen sie einige Jahre zuvor selbst geboren wurden.
Szenenwechsel. Die Wupper im Bergischen Land. Die Lachse, die den staatlich bestellten Fischern hier im Herbst ins Netz gehen, sind nur einige wenige – und doch die Speerspitze einer neuen Population, die an der Wupper wieder heimisch werden soll.
Einst war sie ein fischreiches, typisches Salmonidengewässer.
Doch vor 175 Jahren, im Zuge der Industrialisierung und der Nutzung der Wasserkraft, verabschiedeten sich die Lachse und die mit ihnen verwandten Meerforellen aus dem Mittelgebirgsfluss.
Die Wasserqualität der Wupper hat sich seit Anfang der 80er Jahre wieder deutlich verbessert.
Daher bemühen sich das Land NRW, Kommunen und Verbände in einer gemeinsamen Aktion nun mit Erfolg um die Wiederansiedlung dieser „Wanderfische".
Norwegische Forscher rüsten sogar Junglachse mit Sendern aus, verfolgen die Lachswanderung mit Radiotelemetrie und Satellitennavigation.