Ab Ende Juli versammeln sich Tausende Lachshaie vor den Flussmündungen Alaskas, vor allem im Prince William Sound, und warten auf die Rückkehr ihrer Lieblingsbeute, den Pazifiklachsen. Und jedes Jahr werden es mehr (im Unterschied zum atlantischen Vertreter). Dies hängt einerseits mit einer massiven Klimaveränderung und höheren Wassertemperatur zusammen, die den salmon sharks in kältere nördliche Gewässer treibt, andererseits mit der steigenden Zahl von Lachsen (aufgrund wachsender Bestände u.a. aus Zuchtfarmen).
Dr. Barbara Block von der Hopkins Marine Station der Stanford University hat in den letzten Jahren etwa 500 Lachshaie mit Satellitensendern ausgestattet, um ihr Verbreitungsgebiet und ihre Wanderrouten zu erforschen. Bei den Geräten handelt es sich zum einen um so genannte „Smart Position Only Tags“, die, an der Rückenflosse befestigt, bei jedem Auftauchen des Trägertieres dessen individuelle Position an einen Satelliten senden. Diese Signale können ständig per Internet verfolgt werden...
Die Weibchen ziehen sich zum Gebären in „Wüstenregionen“ des Meeres zurück. Wo es nicht viel Futter gibt, fehlt es eben auch an Raubtieren – eine sichere Kinderstube. Erst im kommenden Frühjahr tauchen sie wieder im Prince-William-Sound von Alaska auf.
Auffällig ist, dass sich nur selten männliche Tiere unter den Nomaden der Meere befinden, die zwischen Sommer- und Winterquartieren bzw. zwischen Kinderstube und Nahrungsgründen 2x jährlich 3.000 km und mehr zurücklegen.
Ein Exemplar wanderte gar über 10.000 Kilometer bis Hawaii. Und hier herrschen oft Wassertemperaturen von über 20 Grad! Wie die Tiere es schaffen, diese Unterschiede zu kompensieren, ist eine kleine Sensation.
>>Weiter lesen<<
|